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Ein Besuch der Kirche "Zum Guten Hirten"
Informationen


Die Planung der Kirche Zum Guten Hirten in Bietigheim-Bissingen lag in den Händen des Stuttgarter Architekten Herrn Prenzel.


1968 erfolgte die Grundsteinlegung.

Der Grundstein ist in der Wand an der Südseite der Kirche zu sehen. Er wurde von Werner Regner aus Poppenweiler geschaffen.

Am 21. 12. 1969 wurde die Kirche von Weihbischof Wilhelm Sedelmaier eingeweiht.

In den Jahren 2000/2001 erfolgte eine Umgestaltung des Innenraumes der Kirche nach den Plänen des Architekten Bert Perlia und durch die Werke des Künstlers Rudolf Kurz.
Die Altarweihe nahm Weihbischof Johannes Kreidler am 18.März 2001 in einem feierlichen Gottesdienst vor.

Hirtenbrunnen

Auf dem Kirchplatz werden die Blicke und die Schritte des Kirchenbesuchers zunächst zum Hirtenbrunnen gelenkt.
Im Schatten hoher, lichter Bäume ruht der überlebensgroße, freundliche Hirte am Brunnenrand aus, einen festen Stab in der Hand, zwei Schafe zu seinen Füßen.
Aus dem Brunnen tritt kräftig sprudelndes Wasser gut sichtbar hervor.
Der Hirte empfängt den Besucher und lädt ein zum Ankommen, Dasein und Verweilen.
Die bronzene Figurengruppe wurde von Herrn Tme gestaltet nach dem Psalmwort
"Er führt mich zum Ruheplatz am Wasser" (Ps 23,3).
Der Brunnentrog stand ursprünglich als erster Taufstein der Kirche in der Taufkapelle. Diese wurde 1991 in eine Kapelle für die Werktagsgottesdienste umgestaltet und der Taufstein fand seinen neuen Platz vor den Toren der Kirche als Brunnen zum Gruß für die Ankommenden.

Der Kirchenraum

Nach Öffnen der schweren Eingangstüren der Kirche gelangt man zunächst in einen kleinen Vorraum. Öffnet man nun eine weitere, dieses Mal jedoch leichtere Türe aus Glas, so erreicht man den Innenraum der Kirche.

Ein freundlicher, heller, weiter und einladender Raum empfängt den Besucher.
Seine Augen werden über den Mittelgang zum Zentrum des Raumes geführt, zur Mitte, zum Altar. Er steht auf einer 2-stufigen Altarinsel etwas erhöht und ist so von allen Seiten her gut zu sehen.
Die Kirchenbänke ordnen sich im Halbrund um diese Mitte.



Das hohe Kreuz mit dem bereits auferstandenen Herrn und die Leuchter zu seinen Seiten bilden die Fortsetzung der ersten Bankreihe um den Altar.






Die Fenster der Kirche entwarf die Künstlerin Gisela Girstein 1969.
Die Ausführung übernahmen die Glaswerkstätten Neumann aus Hohenhaslach.

Rundgang durch die Kirche


Weihwasserbecken


Die beiden Weihwasserbecken am Eingang
sind wie kleine Taufsteine gestaltet und erinnern so an unsere Taufe.
Sie werden von einer bronzenen Strebe getragen

Heiliger Antonius mit Kind



Wendet man sich an der Eingangstüre nach links, findet man gleich an der Wand die Figur des Heiligen Antonius mit dem Kind.
Sie wurde in St. Ulrich im Grödnertal gefertigt.

Kreuzweg

Die 16 Bilder des Kreuzweges an der Westwand der Kirche schuf der Künstler Karl Hirt aus Ludwigsburg 1988.

Die erste Station zeigt das Abendmahl. Jesus betet nach dem Mahl zu seinem Vater und bittet für seine Jüngerinnen und Jünger: "Alle sollen eins sein. Wie du Vater in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns eins sein" (Joh.17, 21).
Judas fällt aus diesem Einssein heraus.

Es folgen die bekannten 14 Stationen.




Die 16. Station stellt die Begegnung
des Auferstandenen mit Thomas dar,
der den Herrn berühren und so eine tiefe Glaubenserfahrung machen darf
(Joh.20,24-29).

Maria mit Kind

Der Künstler Rudolf Kurz aus Ellwangen schuf im Jahre 2001 die Gestalt der Maria mit dem Kind.
Maria steht auf einer Marmorsäule. Die Marmorsäule ist aus dem selben Stein geschaffen wie der Altar, der für Jesus Christus steht. Damit kommt zum Ausdruck, dass Maria ihr Leben auf Christus aufbaut, auf den Glauben an ihn und seine Botschaft. Sie steht fest verankert, es gibt kein Wanken, ihr Glaube ist felsenfest.
Maria beugt sich zurück. Sie will sich zurücknehmen. Werkzeug ist sie, nicht Hauptfigur. Mittelpunkt ist Jesus, den sie den Menschen entgegenträgt.
Maria will sagen: Nimm Jesus an, er hält die Arme weit offen. Nimm ihn an wie ich ihn angenommen habe. Das Gesicht von Maria ist nachdenklich, als ob sie den Worten des greisen Simeon nachsinnt und ahnt, was auf ihr Kind zukommen wird.
Jesus als Kind möchte sagen: Maria war ganz offen, sie war Kind Gottes. "Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, könnt ihr nicht ins Reich Gottes eingehen" (Matth. 8,3).
Maria hält Jesus mit großen Händen fest. Maria hält sich an Jesus fest. Er allein ist ihr ganzer Halt. Sie will dem Betrachter sagen: Halte dich an Jesus fest, dann wirst du in allen Lebenslagen einen Halt haben.
Jesus wächst gleichsam aus Maria heraus. Jesus und Maria sind eins geworden.

Der Taufstein



Der Taufstein ist aus dem gleichen Marmor gestaltet wie der Altar.
Die vier Bronzestreben sollen an die vier Flüsse erinnern, die im Paradies entspringen und das Land bewässern (Gen. 2,10)
So fließt vom Taufbrunnen das Wasser der Gnade in die Gemeinde.

Der Tabernakel

Wie der Altar, der Taufstein und die Säulen, die Maria und den Tabernakel tragen, so ist auch der Tabernakel von runder Form.
Er ist mit Weißgold vergoldet wie der auferstandene Christus am Kreuz.
Indem der Künstler ganz bewußt gleiches Material und gleiche Formen einsetzt, weist er auf die tiefere Bedeutung und die inneren Zusammenhänge des Dargestellten hin.
Sind die Türen des Tabernakel geöffnet, erinnern sie an zwei offene, einladende Arme, so als wolle Jesus sagen: "Kommet alle zu mir .... ich will euch Ruhe verschaffen" (Matth. 11,28).

Der Altar

Ein wenig erhöht, frei und offen stehend richtet sich die Aufmerksamkeit aller bereits beim Betreten der Kirche sofort auf den Altar und den ihn umgebenden Raum. Er bildet die Mitte der Kirche.
Mit seiner runden Form, ohne Anfang und Ende, weist er auf Gott. Er ist unsere Mitte um die wir uns versammeln, weil er uns ruft.
Die Platte des Altares wirkt wie eine nach oben offene Schale.
Die Reliquien zweier römischer Märtyrer - Deusdedit und Adeodatus- sind in sie eingelassen. Sie haben ihren Glauben bis zur äußersten Konsequenz gelebt. Auf ihr Zeugnis baut auch unser Glaube.
Der Altar ist wie der Ambo, der Taufstein, die Sockel des Tabernakels und der Maria und die Weihwasserbecken aus dem italienischem Marmor "Palisandro Bluette" geschaffen. Der Künstler R. Kurz hat ihn im oberitalienischen Steinbruch von Domostozola ausgesucht. In zwei schweren Blöcken wurde er transportiert.
Die 4 Stützen aus Bronze - dem Material, das durch seine Farbe die feste Verbindung zur Erde symbolisiert - erinnern an eine Vision des Propheten Ezechiel: "Er sah einem Tempel eine Quelle entspringen, die das Land reichlich tränkte und fruchtbar machte" ( Ez 47, 1-2). So soll auch vom Altar aus eine Quelle entspringen. Ihr soll Segen entströmen, sie soll das Leben der Gemeinde befruchten.
Im Johannesevangelium heißt es: "Wer Durst hat, komme zu mir, und es trinke, wer an mich glaubt. Wie die Schrift sagt: Aus seinem Inneren werden Ströme von lebendigem Wasser fließen" (Joh 7, 37-38 ).

Das Kreuz


4,50 m hoch, schwarz, aus kaltem Stahl geschaffen: der Kreuzesbalken.
Er erinnert an den Tod am Karfreitag.
Der Christus, 1,70 m hoch, aus Bronze gegossen und mit Weißgold überzogen, ist der bereits auferstandene Herr. Seine Hände und Füße sind ohne Nägel.
Die Hände sind vom Kreuz gelöst und zum Segen erhoben.
Die Wunden sind sichtbar und zeigen die Identität des Auferstandenen mit dem Gekreuzigten.
Der vergoldete Leib soll auf den Auferstehungsleib hinweisen, von dem es in einem Osterlied heißt: Der Leib ist klar, klar wie Kristall ( Gl 823,2)

Der Ambo


Der "Tisch des Wortes Christi" steht wie der "Tisch des Leibes Christi" auf der Altarinsel. Beide sind aus den gleichen Materialien geschaffen. Vom Ambo aus werden die gottesdienstlichen Lesungen und Psalmen vorgetragen. Die Bronzepfeiler deuten an, dass das Wort Gottes wie ein Strom in die Gemeinde hineinfließen möchte.

Apostelkerzen-Steine

Die 12 Kerzen erinnern an die 12 Apostel. Jesus sandte sie in die Welt hinaus, um sein Licht und seine Botschaft weiterzutragen.
Die 12 Apostelsteine erinnern an die 12 Orte, an denen die Kirche bei der Weihe durch den Bischof gesalbt wurde.


Sie erinnern auch an die Offenbarung des Johannes, 21,14:
"Die Mauer der Stadt hat 12 Grundsteine, auf ihnen stehen die 12 Namen der 12 Apostel des Lammes."
Im Epheserbrief 2,20 heißt es:
"Ihr seid auf das Fundament der Apostel und Propheten gebaut; der Schlußstein ist Christus Jesus selbst."
Das Kreuz der Apostelsteine ist mit Weißgold vergoldet. Das möchte sagen:
die Apostel verkünden Jesus Christus, den Gekreuzigten und Auferstandenen. In ihrem Martyrium haben sie Teil am Kreuz Jesu. Durch seine Auferstehung haben sie das Kreuz überwunden und sind mit hineingenommen in das Ostergeschehen.

Nische mit Anna-Selbdritt



Die Figur der Mutter Anna mit Maria und Jesus (Anna Selbdritt) ist eine Kopie und wurde in St. Ulrich im Grödnertal geschnitzt. Sie wurde als Erfüllung eines Gelöbnisses gestiftet.

Das Beichtzimmer



Das Beichtzimmer wurde im Jahr 1990 angebaut.




Das Fenster links neben der Türe zeigt den Gnadenstrom Gottes mit den 7 Sakramenten oder mit den 7 Gaben des Hl. Geistes.

Die Werktagskapelle

Im Jahre 1990 wurde die Werktagskapelle im Kirchenraum eingerichtet.



Die moderne Figur aus Holz "Maria mit dem Kind" schuf der Künstler Herrn Tme im Jahre 1970. Hier in der Kapelle, an der linken Wand hat sie nach der Innenrenovation der Kirche im Jahr 2001 ihren Platz gefunden.




Der Crucifixus an der Wand hinter dem Holzaltar ist ein altes Wegkreuz aus Tirol, das käuflich erworben wurde.


Die Ikone daneben wurde im Jahre 1997 von Sr. Eva-Maria Steidel im Benediktinerinnen Kloster in Eibingen / Rüdesheim gemalt. Sr. Maria war vor ihrem Klostereintritt in der Gemeinde sehr aktiv tätig gewesen.
Die Ikone "Hodogetria", die Wegweiserin, zeigt Maria, die mit großer Hand auf Jesus hinweist, als wolle sie sagen: Schaut auf ihn, er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben, oder - nach Joh. 2,5 - "Alles, was er euch sagt, das tut".

Die Orgel

Nimmt man die Stufen hinauf zur Empore, gelangt man zur Orgel. Sie wurde von der Firme Albiez aus Lindau gebaut.

Die Glocken

Der Blick von der Empore in den Kirchenraum hinein zeigt in der Holzdecke ein eingesägtes Rechteck. Es markiert den Weg den die vier Glocken der Kirche in den Turm hinauf genommen haben.
Die vier Glocken wurden am 14. Juli 1989 von der Firma Bachert in Bad Friedrichshall-Kochendorf gegossen und am 1. Oktober 1989 geweiht.
Die vier Glocken haben die Töne C, D, F und A.
Die C-Glocke wiegt 2200 kg. Sie ist die "Guter Hirte Glocke" ( Ich bin der gute Hirte. ).
Die D-Glocke ist 1600 kg schwer. Sie ist die "Marienglocke " ( Selig, die du geglaubt hast.).
Die F-Glocke ist 980 kg schwer. Sie ist die "Kiliansglocke" ( Gemeinschaft der Glaubenden ).
Die A-Glocke wiegt 560 kg. Sie ist die "Friedensglocke" ( Shalom - Pax - Friede ).