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Kath. Kirchengemeinde     St. Laurentius          Bietigheim
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Altar

Altar St. Laurentius

Der von dem Ellwanger Künstler Rudolf Kurz aus grau-blauem Marmor aus dem italienischen Domodossola gestaltete Altar ist die geistliche (und akustische!) Mitte der St. Laurentius-Kirche. Die metallenen Bänder auf dem Fußboden laufen genau auf den Altar zu und verbinden den Altar auch mit dem Tabernakel an der Rückwand. Auch die Stufen zum Altar und die Kirchenbänke nehmen diese Kreisform auf. Der Altar erinnert in seiner steinernen Form an einen Lebensbaum und an einen Tisch, um den Jesus seine Jünger zum Letzten Abendmahl versammelt hat. Seither erfüllt die Kirche den Auftrag Jesu: „Tut dies zu meinem Gedächtnis“, wenn sie sich um den Altar versammelt, um das Herrenmahl, die Eucharistie, zu feiern.

Am Anfang feierten die Gemeinden die Eucharistie an hölzernen Tischen. Seit dem 4. Jahrhundert finden sich immer mehr steinerne Altäre in den Kirchen, weil der Altar durch das eucharistische Mahl zum Symbol Jesu Christi geworden ist, von dem Paulus schreibt: "...denn sie tranken aus dem lebensspendenden Felsen, der mit ihnen zog. Und dieser Fels war Christus." (1 Kor 10,4) Paulus erinnert damit an die Geschichte, als Israel in der Wüste zu verdursten drohte und Gott Wasser aus dem Felsen quellen ließ, damit sein Volk nicht verdurstet. Der Altar ist für uns dieser lebensspendende Felsen, dieser nährende Tisch, weil er Christus symbolisiert. Er selbst, in seiner Hingabe bis zum Tod am Kreuz, wird als der Auferstandene gegenwärtig, wenn wir am Altar sein Gedächtnis feiern und zum österlichen Mahl herantreten. Die Lebenshingabe Jesu, sein Kreuzesopfer, wird für uns zur Lebensquelle. Dafür steht der Altar.

Die Reliquien von Heiligen, die im oder unter dem Altar beigesetzt sind, erinnern an den frühchristlichen Brauch, Kirchen über Märtyrergräbern zu errichten. In der Laurentius-Kirche sind im Altar Reliquien der römischen Diakone und Märtyrer Felicissimus und Castus beigesetzt. Oft befindet sich der Altar genau über einem Grab, wie etwa in der Peterskirche in Rom. Die Märtyrer haben ihren Glauben bis zur äußersten Konsequenz gelebt. Auf ihr Zeugnis baut auch unser Glaube. In der Gemeinschaft der Heiligen feiern wir Eucharistie. Was diese in der Vollendung feiern, das himmlische Hochzeitsmahl, das verkosten wir in der Feier der Eucharistie. Darum wird der Altar seit frühester Zeit auch geschmückt mit Tüchern und seit dem Mittelalter stehen auch Leuchter mit brennenden Kerzen auf dem Altar und später kamen noch Blumen dazu, um den Tisch des Herrn für das Festmahl zu schmücken.

Wenn wir heute den Altar schmücken, dann heben wir das hervor, was allein Platz hat auf dem Altar: Kelch und Brotschale, Brot und Wein, die in der Eucharistie für uns zum Leib und Blut Christi werden, zur Quelle des Lebens. Der Altar, an dem die Eucharistie gefeiert wird, steht nicht mehr an der Wand wie früher, sondern inmitten der Gemeinde, ihr zugewandt, denn Christus ist mitten unter uns, wenn wir sein Gedächtnis am Altar feiern. Sein Tisch ist die Mitte der Gemeinde.