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Kath. Kirchengemeinde     St. Johannes            Bietigheim-Buch
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Ein Rundgang durch die Kirche St. Johannes

Das Baugrundstück der katholischen Kirche liegt im Zentrum des östlichen Teils des Wohngebiets Buch.

Inmitten eines städtischen Siedlungsgebietes, umgeben von Hochhäusern und großen Schulgebäuden wurde versucht, deren Formensprache aufzunehmen durch Staffelung kubischer Baumassen und einem Wechselspiel von horizontalen und vertikalen Linien. Die Höhenentwicklung der Baumassen ist als gegenläufige Bewegung zum Gelände gedacht um die Baumasse von den nahegelegenen Hochhäusern zu distanzieren.

Durch die Gruppierung der Baukörper zueinander wird der Kirchenvorplatz gebildet. Die Anlage des Gemeindezentrums fügt sich in die große Form des Freiraums, der bereits von Schulen und Kindergarten gebildet wird und sich nach diesem öffnet.

In der Folge - öffentlicher Bereich - Kirchplatz - überdachter Vorplatz - betritt man den Kirchenraum durch die schweren Eingangstüren.

Dem Haupteingang diametral breitet sich der Altarbereich um die abgeschräkte Altarwand.

Die künstlerische Ausgestaltung des Altarraumes mit Altar, Sakramentsstele, Ambo, Taufstein und Sedilien übernahm Bildhauer Gerhard Tagwerker.

Als Steinmaterial wurde Muschelkalk gewählt, die Metallteile wurden in Bronzeguss ausgeführt.

Die Lichtführung auf den Altarraum erfolgt über Oberlichte und seitliche, künstlerisch gestaltete Farbfenster. Die Farbfenster wurden durch Heribert Friedland gestaltet.

Aus der Anordnung der Bankgruppen um den Altarbereich wurde die Konzeption der Kirche entwickelt, in welche die Werktagskirche einbezogen ist.

Für die Kirche sind 394 Plätze vorgesehen, 80 in der Werktagskirche und 50 auf der Empore.

Klinkerboden, weiß verputzte Wände, Pfeiler und Unterzüge als Konstruktionsteile in Sichtbeton, sowie Deckenverschalung und Bänke in Holz sind die gestalterischen Materialien des Kirchenraumes.

Besondere Stationen beim Rundgang durch die Kirche

Weihwasserbecken

Gleich nach Betreten des Kirchenraumes fällt der Blick auf das Weihwasserbecken, das in seiner Art der Schale im Taufstein nachempfunden ist. Durch das Kreuzzeichen mit Weihwasser erinnern wir uns so an unsere Taufe.

Grundstein

Rechts neben den großen Eingangstüren findet sich die Rückseite des Grundsteines, welcher in die Kirchenwand eingelassen ist. Neben der bekannten Aussenseite mit dem Symboltier des Evangelisten und Apostels Johannes und dem Wort des Herrn - "Alle sollen eins sein" - steht auf der Innenseite die Jahreszahl der Grundsteinlegung. Die künstlerische Gestaltung oblag Bildhauer Alfred Tmé.

Kreuzweg: Der Leidensweg Jesu

Der Kreuzweg in St. Johannes besteht aus 11 Stationen und wurde von Künstler Josef Henger aus Ravensburg geschaffen.
An der südseitigen Kirchenwand beginnt der Leidensweg Jesu mit der ersten Station - "Jesus feiert mit seinen Jüngern das Abendmahl".

Es folgen die Stationen "Verrat und Gefangennahme", "Verurteilung Jesu", "Verleugnung durch Pilatus", "Begegnung mit Maria".

An der östlichen Kirchenwand setzt sich der Weg mit den Stationen "Jesus fällt unter dem Kreuz", "Jesus wird entkleidet", "Kreuzerhöhung", "Jesus wird vom Kreuz abgenommen" und "Jesus wird ins Grab gelegt" fort.

Den Abschluss - und gleichzeitig wieder den Neuanfang - bildet die letzte Station des Leidensweges Jesu: "Jesus der Auferstandene".

Neben den bildhaften Szenen der einzelnen Stationen finden sich jeweils rechts und links weitere kleine Szenen, die die Aussage der Station auf Situationen und Probleme der heutigen Zeit übertragen.

Marienstatue

In der Nische, in der sich das Taufbecken befindet ist an der rechten Seite an der Wand eine Marienstatue zu sehen. Sie ist wie die andern Metallteile aus Bronzeguss und eine Arbeit Tagwerkers. Sie steht auf einem kleinen Podest, welches gleichsam wie Altar und Ambo aus Muschelkalk gefertigt ist.

Taufbrunnen

Der Ort für die Taufe - ursprünglich überall, wo lebendiges (fließendes) Wasser vorhanden war - befindet sich in der St. Johannes-Kirche in einer Nische der östlichen Kirchenwand.
Das Taufwasser ist die Quelle des Lebens, das uns in der Taufe geschenkt wurde und das in jedem Gottesdienst erneuert und gestärkt wird.
Auch hier sehen wir wieder ein Zusammenspiel von Muschelkalk und Bronzegussarbeit. Die kubischen Formen passen zur Gesamtarchitektur der Kirche.

Tabernakel

Der lateinische Begriff "tabernaculum" bedeutet "Hütte" oder "Zelt". Es ist beständiger Glaube der Kirche, dass die Gegenwart Jesu Christi in den verwandelten Gestalten Brot und Wein über die Feier der Eucharistie hinaus gegeben ist. Im Laufe der Zeit wurden verschiedene Orte zur Aufbewahrung der Eucharistie präferiert. Heute wird ein Platz im Altarraum bevorzugt; so auch in St. Johannes. Im rechten Altarbereich steht die Steinsäule mit dem ebenfalls kubischen Metallkasten.
Neben dem Tabernakel brennt das "Ewige Licht" als Zeichen der Anwesenheit Jesu bzw. dass Gottes Licht ewig auf der Erde leuchtet.

Altar

Der Altar ist die geistliche Mitte der Kirche. Er erinnert an den Tisch, um den Jesus seine Jünger zum Letzten Abendmahl versammelt hat. Seither erfüllt die Kirche den Auftrag Jesu: "Tut dies zu meinem Gedächtnis", wenn sie sich um den Altar versammelt um die Eucharistie zu feiern.
Der frühchristliche Brauch, Kirchen über Märtyrergräbern zu errichten, spiegelt sich auch in St. Johannes wieder. Die Reliquien von Heiligen, die im Altar beigesetzt sind erinnern daran.
Auf dem Zeugnis der Märtyrer baut unser Glaube - in der Gemeinschaft der Heiligen feiern wir Eucharistie.

Altarkreuz

Der Altar ist für uns lebensspendender Felsen, nährender Tisch, weil er Christus symbolisiert. Er selbst, in seiner Hingabe bis zum Tod am Kreuz, wird als der Auferstandene gegenwärtig, wenn wir am Altar sein Gedächtnis feiern und zum österlichen Mahl herantreten. Die Lebenshingabe Jesu, sein Kreuzesopfer, wird für uns zur Lebensquelle. Dafür steht der Altar. Das Kreuz hinter dem Altar erinnert uns daran.

In Anlehnung an das große Kreuz im Altarraum hat Gerhard Tagwerker vor einigen Jahren ein kleineres Vortragskreuz geschaffen.

Es dient als Kreuz in der Werktagskirche und zu Prozessionen bei bedeutenden Festen im Jahreskreis. So wird es beispielsweise an Palmsonntag mit Palmzweigen geschmückt oder es führt die Fronleichnamsprozession an.

Ambo

Die Verkündigung des Wortes Gottes in der Messfeier und in jedem anderen Gottesdienst hat einen eigenen Ort, den Ambo. Bereits im 4. Jahrhundert wurde ein eigener Ort der Verkündigung geschaffen, nahe bei der Gemeinde. Dazu wurde ein etwas erhöhtes Podest errichtet, zu dem man einige Stufen hinaufsteigen musste. Unser Wort Ambo (vom griechischen anabainein = hinaufsteigen) hat darin seinen Ursprung.
Lesung und Evangelium als Teil des Wortgottesdienstes werden vom Ambo aus gelesen. Der Ambo ist demnach so etwas wie das Pendant zum Altar, der "Tisch des Wortes".

Werktagskirche

Der abtrennbare Nebenraum zur Hauptkirche dient als Werktagskapelle. Dort werden die Gottesdienste unter der Woche gefeiert. Aber auch Rorategottesdienste oder die Gebetsstunden am Gründonnertag-Abend finden in der kleinen Kapelle statt.

Madonna

In der Werktagskirche befindet sich eine weitere Marienstatue. In ihrer Umgebung wurde ein eigener Gebetsbereich zur Verehrung der Mutter Gottes geschaffen. Der Künstlerin Frau Klaiber-Kaspar aus Rottweil war es ein besonderes Anliegen, eine Madonna zu schaffen, die die Gemeindemitglieder zum Innehalten einlädt, Ruhe ausstrahlt und zum vertrauensvollen Beten hilft.

Orgel

"Königin der Instrumente" wird die Orgel im 14. Jahrhundert vom bedeutenden französischen Dichter und Komponisten Guillaume de Machaut genannt. Seither ist sie unangefochtene Trägerin dieses Ehrentitels. Bekannt ist die Orgel bereits seit der Antike, doch zunächst nicht als gottesdienstliches Musikinstrument.
Heute hat sich die Bedeutung gewandelt. Die Orgel gilt der menschlichen Stimme als ebenbürtig und kann im Wechselgesang an die Stelle des anderen Chores treten. Sie kann feierlich erheben und still nach innen führen. Sie erönt zum Lob Gottes und zur Freude und Erbauung der feiernden Gemeinde.